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Un- *T*

Nora befand sich auf dem Weg nach Hause, sie hatte eine 10 Stundenschicht in der Bäckerei hinter sich und lief in Gedanken versunken zur U-Bahnstation. Als sie an dem Bahnsteig angekommen war, warf sie einen Blick auf ihre silberne Uhr. „Noch eine Minute. Perfekt abgepasst.“,dachte sie. Ihr Blick wanderte über die Gleise, streifte ein paar Plakate und dann fiel ihr auf, dass außer ihr kein Mensch da war. „Sonst ist hier doch immer ziemlich viel los.“, dachte Nora. „ist heute ein Feiertag und ich habe es verpasst?“, sagte sie halblaut zu sich. Die junge Frau mit dem roten glatten Haar betrachtete wieder ihre Uhr. „Schon 3 Minuten Verspätung.“, murmelte sie. Nora wollte nur noch in ihre Wohnung und in ihr Bett, sie war langsam genervt. Sie schlenderte zu einem der Fahrpläne um zu prüfen, ob es eine Änderung wegen Bauarbeiten oder ähnlichem gab, aber sie wurde enttäuscht, nichts deutete darauf hin, dass die Bahnen heute anders fahren würden als üblich. „Weshalb ist denn sonst keiner hier?“, fragte Nora sich. Sie wurde allmählich ungeduldig und stapfte den Bahnsteig entlang. Dann vernahm sie ein Geräusch und stoppte, rechts von ihr kam jemand die Treppe herunter, es war ein Mann mit einem Aktenkoffer und Anzug. „Gut, ich bin nicht die Einzige, die von dem Zugausfall nichts mitbekommen hat.“ Allmählich folgten noch weitere Personen, die sich aber seltsam bewegten, sie wankten leicht, als seien sie betrunken. Auf einmal stürzten sich drei von ihnen auf den Mann mit dem Koffer. Nora dachte es wäre ein Überfall und wollte die Polizei rufen, als sie sah, dass diese Typen ihre Zähne in das Fleisch des Anzugträgers schlugen. Ein Schrei erfüllte die Station. Von Panik erfasst, rannte die junge Frau auf den anderen Ausgang zu, ihre Mähne flatterte im Gegenwind. Völlig außer Atem erreichte sie die Straße und blickte sich um. Die Wege waren vollkommen leer. „Wohin jetzt?“, fragte sie sich und beschloss zurück in den Laden zu gehen. Mit zittrigen Fingern, kramte sie den Schlüssel aus ihrer schwarzen Tasche, rammte ihn in das Schloss und öffnete die Tür. Nachdem sie in den Verkaufsraum gestürzt war,schloss sie die Pforte und ließ den Riegel den Laden wieder verschließen. Nora machte kein Licht. Sie lief hinter den Verkaufstresen und ging auf die Knie, dann beugte sie ihren Oberkörper nach Unten und legte den Kopf auf ihre Arme. Sie schloss die Augen und achtete auf jedes Geräusch. Nora hörte aber nur die Kühlschränke laufen. Als ihre Anspannung etwas nachgelassen hatte, schossen ihr Tränen in die Augen, sie biss sich auf die Zunge um nicht zu schluchzen. Nachdem sie einige Stunden regungslos ausgeharrt hatte, verkrampften sich die Muskeln in den Beinen. Sie begann zu zittern. Jemand, oder etwas klopfte an die Tür, dann splitterte Glas, das Schaufenster zersprang in tausend Stücke. Nora wollte aufspringen, aber ihre Glieder versagten den Dienst. Eine Hand packte sie am linken Arm. Sie schrie auf und stemmte sich auf die Füße. Ihr Arm schmerzte. Mehrere Angreifer rissen Fleisch aus Schulter und Rücken. Nora schlug um sich, traf die Nase eines Gegners, aber sie konnte sich nicht befreien. Die Schmerzen waren unerträglich. Sie bekam einen Schlag in den Nacken, stieß mit dem Kopf gegen den Tresen, dann verlor sie das Bewusstsein.

 

c M.L.,J.F.,A.C.

16.7.08 22:47
 
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