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Fingerübung

Der Nachthimmel war klar und bot einen Blick auf die Sterne, ein eisiger Wind, wehte durch die Gassen von Bristol.  In einer finsteren Seitengasse, bewegte sich eine dunkle Gestalt. Sie trug einen langen dunklen Mantel und einen breitkrempigen Hut, der tief in das Gesicht gezogen war, welches von einem Schaal bedeckt wurde. Clyde sah, die Gestalt und beschleunigte seine Schritte. >>Was für eine beschissene Idee um diese Uhrzeit noch aus dem Haus zu gehen.<<, schallt er sich und zog seinen Mantel enger um seinen Leib. Clyde war in dieser Nacht nicht zur Ruhe gekommen, wie bereits in den vorhergegangenen auch, deshalb entschied er gegen 2.00 Uhr, einen Spaziergang zu machen um nach seiner Rückkehr hoffentlich in den ersehnten Schlaf zu versinken. Er hatte keine Sekunde daran verschwendet zu überlegen, ob die Straßen um diese Zeit sicher waren oder nicht und jetzt lief er durch die Nacht und stand einem vermummten Etwas quasi gegenüber.  Nachdem er sich ein Stück von der Nebenstraße entfernt hatte, wechselte Clyde die Seite und drehte sich um 180 Grad, damit er wieder in seine sichere und behagliche Wohnung zurück kam. Als er die Stelle passierte an der er, die seltsame Gestalt gesehen hatte, spähte er über die Straße, der Typ war verschwunden. >>Vielleicht hat er nur eine geraucht und ist schon wieder in eines der Häuser zurück gegangen.<<, sagte sich Clyde und setzte seinen Weg erleichtert fort. >>Auf was für abwegige Gedanken man doch in der Nacht allein auf der Straße so kommt.<<, dachte er und schüttelte den Kopf.

Nachdem er noch ein paar Schritte gelaufen war, packte Clyde eine kalte Hand an der Schulter. >>Verdammt, warum bin ich nur ausgerechnet heute Nacht raus gegangen?<<, fragte er sich in Gedanken. >>Hey, haben Sie mal Feuer?<<, fragte eine raue Stimme hinter ihm. Clyde fiel ein Stein vom Herzen, er drehte sich um und sagte: >>Leider nein. Ich rauche nicht.<< Vor ihm stand tatsächlich der vermummte, den er zuvor in der Gasse gesehen hatte. >>Ist ja auch ungesund, ich sollte auch damit aufhören, aber die Sucht hat mich bisher noch fest im Griff.<<, erwiderte der Mann und stieß ein heiseres Lachen aus. >>Nichts für ungut, ich hoffe, ich habe Sie nicht zu grob angepackt Mister.<<, sprach er weiter. >>Kein Problem. Noch eine schöne Nacht.<<, sagte Clyde und wollte seinen Weg fortsetzen, aber der Typ hielt ihn noch immer an der Schulter fest und verstärkte nun seinen Griff wieder. >>Lassen Sie mich los, ich sagte doch schon, dass ich kein Feuer habe. Was wollen Sie also noch?<<, sagte Clyde und versuchte das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken. >>Nichts, nur ein wenig von ihrem Lebenssaft.<<, flüsterte der Fremde. Mit einer schnellen Bewegung ,  nahm er den Schaal von seinem Mund, und rammte seine Zähne in den Hals von Clyde. Unfähig sich zu wehren oder einen Laut von sich zu geben sank Clyde auf den Gehweg. Seine Sicht verdunkelte sich und sein Puls dröhnte in seinen Ohren.  Er erwachte erst wieder, als er von einem hellen Licht geblendet wurde, ein Wagen fuhr die einsame Straße entlang und sorgte dafür, dass der vermummte von ihm abließ und sich in die schattigen Gassen zurück zog.  Jemand sprang aus dem Gefährt und rannte zu ihm. >>Alles ok bei Ihnen Mister?<<, fragte eine angenehme Stimme. >>Ich bin mir nicht ganz sicher.<<, antwortete Clyde.  >>Sie bluten am Hals, einen Moment, ich hole einen Verband aus meinem Erste-Hilfekasten.<<, sagte der Fahrer und rannte zu seinem Wagen, wenig später war er wieder neben Clyde und verband dessen Hals. >>Soll ich Sie in ein Krankenhaus bringen?<<, fragte der Mann. >>Nein, danke es geht schon wieder.<<, antwortete Clyde. >>Vielen Dank für Ihre Hilfe.<< >>Was bin ich Ihnen für den Verband schuldig?<< >>Vergessen Sie´s.<<, sagte der Fremde. >>Soll ich Sie wenigstens zuhause absetzen?<<, fragte er. >>Das wäre sehr freundlich von Ihnen. Ich Wohne Northstreet 22<<, sagte Clive. Der Autofahrer, packte den Verbandskasten ein und  half ihm auf die Beine, dann führte er Clive zu seinem Wagen und setzte ihn auf den Rücksitz. Die Sitze waren bequem und Clyde, dämmerte nach kurzem ein.

 Als er wieder erwachte, sah er neben sich den vermummten sitzen, zuerst dachte er es sei ein Traum, doch als sich dieser wieder auf ihn stürzte, wusste er, dass er in eine Falle getappt war, der Fahrer vorne beobachtete das Geschehen im Rückspiegel und Clyde meinte ihn grinsen zu sehen, bevor alles um ihn dunkel wurde.  

3.1.10 20:17
 
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