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Warum hast Du überhaupt mit dem Scheiß angefangen?

, weil ich damals nicht verreckt bin.
26.10.08 20:32


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Gedankensplitter 14 *T*

John saß auf dem roten Plastikstuhl an seinem grünen Küchentisch, vor ihm lag auf der grünen Fläche eine Schrotflinte. Ohne eine Gefühlsregung nahm er die Waffe in die Hände und richtete sie auf seinen Kopf. Der Mann empfand keine Angst, seine Gefühle waren ausgeblendet, es war als ob John seit langer Zeit, nichts mehr empfunden hatte, irgendwo in seinem Gedächtnis, waren ein paar wenige Fragmente von Wut, Trauer und so etwas wie Liebe abgespeichert, aber die Empfindung selbst war nicht mehr aufzuspüren. Seine Logik flüsterte ihm ein, dass solche Gefühle existierten, aber spüren konnte er sie nicht. „Das war´s dann wohl! Und Tschüss Du sinnlose Welt.“, flüsterte Johnny. Der Daumen seiner Rechten Hand drückte den Abzug hinunter, einige Sekunden geschah nichts, bis sich schließlich die Schrotladung ihren Weg durch den Lauf der Waffe bahnte und den Schädel des Mannes zerfetzte, Blut und Gehirnmasse verteilten sich auf der Wand hinter dem Körper dessen, was noch vor wenigen Augenblicken ein Mensch gewesen war.

 

c M.L.

30.8.08 21:54


23.8.08 15:46


Zora *TTT*

Der Mond stand voll und rund am Himmel, während die aufgehende Sonne das Firmament orange und die Wolken rosa färbte. Die Schönheit dieses Augenblicks vermochte es allerdings nicht die Dunkelheit, die Zora auf der Seele lastete zu vertreiben. „Alles sinnlos.“, flüsterte sie. Zora saß auf dem Boden inmitten einer alten Ruine, in ihrer linken Hand hielt sie eine Walther PPK, die Zora in der vergangenen Nacht aus dem schön verarbeiteten Schreibtisch ihres Vaters genommen hatte, er war Mitglied im örtlichen Schützenverein und Jäger.


In den letzten Wochen und Monaten, hatte sich das Gefühl der Sinnlosigkeit wie eine Decke über sie gelegt, zuerst nur ein wenig und schließlich war sie komplett darin eingepackt. Sie entzog Zora nach und nach jedes Gefühl von Freude und auch die Fähigkeit ihre Zukunft zu planen. „Wozu auch?“, hatte Zora sich gefragt. „Am Ende werde ich , wie alle anderen vor mir, zu Staub.“


Ein paar freche Spatzen hüpften um die Frau herum auf der Suche nach etwas essbarem. „Ihr sein gut dran.“, dachte Zora. „Ihr müsst euch nur Gedanken darüber machen, wo ihr etwas findet um eure Mägen zu füllen.“ Nachdem sie den Vögeln noch etwas zugesehen hatte, wurde Zora sich wieder der Waffe in ihrer Hand bewusst, ohne zu zögern hielt sie sich den Lauf an die linke Schläfe, sah noch einmal auf die Tiere, welche vor ihr herum hüpften und flatterten, dann drückte sie den Abzug. Der laute Knall verscheuchte die Vögel und der Körper der Frau fiel auf die rechte Seite.

 

c M.L., J.F., A.C.

18.8.08 20:40


Verschenkte Chancen

Die Sonne schien durch einen Spalt in der Jalousie und fiel auf die Pfoten von Kate, die Katze lag schlafend auf der Fensterbank und genoss die angenehme Wärme. „Eine Katze sollte man sein.“, dachte sich Anne als sie Kate sah. Anne hatte ihren Arbeitstag hinter sich gebracht, sie arbeitete als Schreibkraft bei der Lokalzeitung, meistens war sie damit betraut, Kontaktanzeigen zu tippen und sie in die richtige Form zu bringen. Anne selbst war seit einigen Jahren Single, ihr reichte es, dass sie Kate um sich hatte. „Beziehungen sind immer so kompliziert.“, dachte sie. Ihre letzte Beziehung war eigentlich keine gewesen, oder vielleicht auch war es doch eine. Irgendwie hatte sie Paul gern gehabt, aber sie waren beide zu vorsichtig gewesen und hatten nie wirklich darüber gesprochen, was sie für einander empfinden und so hatten sie sich irgendwann aus den Augen verloren, nachdem Paul mit einer Kollegin namens Patty Helmherst zusammen gekommen war. „Das war sicher besser so.“, dachte die Frau, der eine Locke ihres roten Haares in die Augen hing. „Paul ist jetzt glücklich, das wäre er mit mir sicher nicht geworden.“, dachte Anne. Als Paul und sie befreundet waren, gab es Tage an denen Anne nur noch an ihn denken konnte, er füllte ihren ganzen Kopf und ihr Herz aus, aber dann gab es auch Tage, an denen sie überhaupt nicht an Paul dachte. Er war ein guter Freund, mit dem man reden konnte, aber mehr schien von seiner Seite aus nicht zu sein. Vielleicht ging es ihm mit Anne ja ähnlich. Sie hatte schließlich auch nie etwas gesagt, was den Anschein erwecken konnte, dass da vielleicht doch mehr als nur Freundschaft war. Als Paul dann von seiner Beziehung zu Patty berichtet hatte, war der Kontakt bereits nicht mehr so intensiv und sie hatten sich etwas von einander entfernt. Anne war zuerst traurig, dass es sich so entwickelt hatte, dann wurde sie wütend auf sich selbst, weil sie aus Feigheit davor die Freundschaft zu zerstören nichts gesagt hatte und letztlich hatte sie doch beides verloren, die Freundschaft und ebenso die Chance auf eine Beziehung. „Es hilft auch nichts verschütteter Milch nach zu weinen. Du hattest die Gelegenheit und hast es versaut.“, sagte Anne zu sich. Kate hob leicht den Kopf, legte sich dann aber wieder hin und schloss die schönen grünen Augen. Nachdem Anne sich etwas zu essen gemacht hatte und die Katze mit frischem Wasser versorgt hatte, verließ sie die Küche, begab sich in das Wohnzimmer, schaltete den Fernseher ein und ließ sich von den bunten Bildern berieseln, bis sie müde wurde, dann machte sie sich bettfertig , schaltete die Glotze aus und sank in einen Traumlosen Schlaf.

c M.L., J.F.,A.C.

25.7.08 00:25


24.7.08 23:46


Gedankensplitter 13 *TTT*

Mario hatte den Mundschutz und den sterilen Kittel an, er betrachtete Sarah, die ihre gemeinsame Tochter in den Armen hielt. Das winzige Geschöpf hatte die Augen geschlossen und lächelte ein wenig. Angelina war vier Wochen zu früh geboren worden und lag deshalb in einem Brutkasten auf der Intensivstation. Es lagen Tage des Hoffens und Bangens hinter den frisch gebackenen Eltern und es war noch nicht ganz ausgestanden. Angelina hatte sich allerdings als Kämpferin entpuppt und deshalb waren die Ärzte recht optimistisch, dass der kleine Zwerg bald nach hause konnte. Sarah hielt ihren Zeigefinger an das Händchen ihrer Tochter und diese umklammerte ihn. Das Gefühl diesen kleinen Wurm in den Armen zu halten war unbeschreiblich. Als Sarah Mario gesagt hatte, dass sie schwanger sei, rannte dieser aus der Wohnung und kam drei Stunden später mit Windeln, Stofftieren und Erziehungsratgebern zurück. Als dann die Wehen begannen und Angelina das Licht der Welt zu früh erblickt hatte, waren Mario und Sarah so in Sorge, dass sie jede freie Minute im Krankenhaus verbrachten und deshalb noch kein Bett oder ähnliches für Angelina besorgt hatten. Das war alles nebensächlich geworden. Aber nun war es endlich überstanden in zwei Tagen würden sie zu dritt in ihre Wohnung fahren. „Schatz, ich fahre dann mal los und kaufe ein Bett. Was brauchen wir noch?“, fragte Mario. „Einen Wickeltisch, eine Tragetasche, Strampelanzüge und Fläschchen.“, antwortete Sarah. „Wird besorgt. Wir sehen uns später. Ich liebe Dich und Dich auch.“, sagte Mario und küsste beide auf die Stirn, dann verließ er das Zimmer. Nachdem er das meiste auf seiner Liste gekauft und in den Wagen geladen hatte, fuhr Mario auf der Autobahn hinter einem Lastwagen her. Zwei Autos hinter ihm zog ein LKW nach links um zu überholen, dabei tuschierte er einen Kleinwagen, der auch zum Überholen angesetzt hatte. Der Fahrer des grünen Autos verlor die Kontrolle über das Gefährt und Mario sah ihn auf seine linke Seite zu rasen. Ein versuch weiter rechts zu fahren wurde durch die Leitplanke und eine fehlende Standspur vereitelt und so musste Mario hilflos mit ansehen, wie er gerammt wurde, das Steuer entglitt ihm, so heftig war der Zusammenstoß, die Räder drehten sich nach rechts und obwohl Mario versuchte das Lenkrad herum zu reißen, fuhr er ,beinahe ungebremst, in die Absperrung. Er brach sich die sich die Handgelenke beim Aufprall. Der Wagen überschlug sich und landete auf dem Dach. Mario schlug mit dem Kopf an die Lehne des Sitzes und verlor das Bewusstsein. Das Auto des Unfallverursachers, hatte auch die Leitplanke erwischt und riss sich ein Loch in den Tank, der Treibstoff floss heraus und entzündete sich als die Beifahrertür funken schlug, während sie an dem Begrenzungszaun entlang schrammte. Für Mario und den anderen Fahrer kam jede Rettung zu spät, denn die Kraftfahrzeuge explodierten.


Sarah hatte Angelina soeben in ihr Bettchen gelegt, als ein Polizist an die Scheibe der Kinderstation klopfte. Nach einem prüfenden Blick auf ihre schlafende Tochter verließ sie den Raum. „Frau Hagen, ich muss ihnen eine schlechte Nachricht überbringen. Ihr Mann hatte einen Unfall und ist verstorben. Herzliches Beileid.“, sagte der Beamte. „Was?“, fragte Sarah. „Ihr Mann...“, weiter kam der Mann nicht, denn Sarah saß auf dem Boden im Flur und weinte. Sie schrie vor Schmerz auf, aber was sie sagte war unverständlich. Der Polizist stand hilflos da und hatte keine Ahnung was er tun sollte. Zwei Schwestern, die mitbekommen hatten, dass Sarah vollkommen aufgelöst am Boden kauerte, kamen herbei geeilt. Eine von ihnen nahm die zitternde Frau in den Arm, nachdem der Versuch Sarah auf einen Stuhl zu setzen gescheitert war, die zweite holte einen Arzt, als der Mann in Uniform erläutert hatte, was geschehen war. Der herbeigerufene Doktor gab Sarah ein Mittel zur Beruhigung und lies sie dann von zwei Pflegern auf einer Trage in eines der Zimmer bringen.

 

c M.L., J.F.,A.C. 

18.7.08 18:23


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