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Denk dran

Am Montag in 14 Tagen ist SIE wieder zurück. SIE hat es versprochen.
22.5.10 19:06


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Wiedergeburt

Den Rücken gekrümmt,

auf den Knien liegend,

entsteigt ein gellender Schrei ihrer Kehle.

Schmerz durchflutet die Schultern.

Federn winden sich aus ihrem Rücken.

Flügel -

Blut rinnt die Arme hinab.

Die Verwandlung -

das überwinden des vergangenen.

Schwingen entfalten sich zum ersten Mal,

die Transformation ist abgeschlossen.

Ihr Gesicht leuchtet und sie erhebt sich,

fliegt in ein neues Leben.

 

c M.L.,J.F.

23.3.10 08:40


Schlaf

Regen prasselt auf das Fenster, das Haus ist in die Nacht gehüllt, wie in eine schwarze Decke.  Abgesehen von dem Knarren des Gebälks im Dachstuhl und den Tropfen, die auf Glas treffen, ist es still. Alison, versucht sich zu konzentrieren, um ihren eigene Odem zu hören. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich leicht. Immer wenn ihr bewusst wird, dass sie Atmet fällt ihr das Luftholen schwerer, beinahe so, als ob sie es verlernen würde. >>Wie lange, bin ich jetzt schon wieder wach?<<, fragt sie sich und sieht auf die Digitalanzeige ihres Weckers. >>3.27 Uhr.<< Ihre Gedanken rasen, aber sie bekommt sie nicht zu fassen.  >>Beinahe jede Nacht, das gleiche Spiel. Wie lange kann das noch so weiter gehen?<<, fragt sie sich.  Als Alison aus dem warmen Nest aufspringen möchte, um sich ein Buch zu holen oder sich sonst irgendwie ab zu lenken,  fühlt sich ihr Körper mit einem Mal bleiern an. Sie ist nicht fähig sich aus dem Bett zu erheben. >>Schrecklich, wenn der Körper sich nach Schlaf sehnt, aber der Kopf einfach nicht zur Ruhe kommt.<<, denkt sie. Sie greift mit ihrer rechten Hand nach dem Kissen unter ihrem Kopf und vergräbt ihr Gesicht darunter. Es tritt keine Besserung ein und so schreit sie in das Kissen, ballt die Fäuste und wirft sich wütend und zugleich frustriert in ihrem Bett herum.

In der Ferne ist Donner zu hören und das Unwetter wird stärker. Als Alison den Blick erneut auf die Uhr richtet fühlt es sich in ihrem Inneren an, als ob sie alle Energie verlassen hat.

>>5.03 Uhr.<< In 7 Minuten, wird der Alarm sie so lange quälen, bis sie sich von ihrem Lager erhoben  und ihn zum Schweigen gebracht hat.  Sie schließt die Augen.

 

 

16.1.10 23:47


(T)Ruhe

Eingeschlossen in einer Truhe, kein Platz um ihre Flügel zu entfalten, war sie in Finsternis gefangen. Auf ihren Knien, den Rücken gebeugt und die gefalteten Hände auf dem Hinterkopf liegend saß sie dort, isoliert von der Welt da draußen. Was dort vor sich gehen mochte, war für sie erschreckender, als alle Qualen, die sie in der Kiste erleiden musste. Hier gab es nur körperliche Schmerzen, aber  außerhalb der warmen Dunkelheit, lauerten weit größere Gefahren.  Verletzungen, die tiefer gehen konnten, als alles, was sie sich selbst zufügen mochte.  Kein Laut drang in Ihr Gefängnis.  Und so harrte sie aus Stunde um Stunde und Jahr um Jahr.

15.1.10 22:41


kaltes Herz

Esther lag zusammengerollt unter drei Decken in ihrem Bett und zitterte, ihr war, als würde sie sich im ewigen Eis befinden.  In Ihrem Innern, konnte sie ihren Atem in der Luft gefrieren sehen, sie war kalt geworden.  Eines Tages hatte Esther einfach kapituliert, sie hatte keine Kraft mehr, gegen die Anfeindungen ihrer Mitschüler zu kämpfen. Ihre innere Stärke, verschwand zusehends und übrig blieb nur noch ein Gefühl der Hilflosigkeit, welches sie, von ihr selbst unbemerkt, durch das Erkalten ihres Herzens ersetzt hatte.  Ihre Tränenkanäle waren ausgetrocknet, wie die Sahara. Spüren konnte sie sich nur noch, wenn sie ihren Lebenssaft aus sich hinausströmen ließ. >>Kaltes Herz, kaltes Herz, ohne Schmerz.<<, flüsterte sie wie ein Mantra. So verbrachte sie Stunde um Stunde, bis ihr Körper Mitleid hatte und sie in einen traumlosen Schlaf hinübergleiten durfte.

13.1.10 22:40


Fingerübung

Der Nachthimmel war klar und bot einen Blick auf die Sterne, ein eisiger Wind, wehte durch die Gassen von Bristol.  In einer finsteren Seitengasse, bewegte sich eine dunkle Gestalt. Sie trug einen langen dunklen Mantel und einen breitkrempigen Hut, der tief in das Gesicht gezogen war, welches von einem Schaal bedeckt wurde. Clyde sah, die Gestalt und beschleunigte seine Schritte. >>Was für eine beschissene Idee um diese Uhrzeit noch aus dem Haus zu gehen.<<, schallt er sich und zog seinen Mantel enger um seinen Leib. Clyde war in dieser Nacht nicht zur Ruhe gekommen, wie bereits in den vorhergegangenen auch, deshalb entschied er gegen 2.00 Uhr, einen Spaziergang zu machen um nach seiner Rückkehr hoffentlich in den ersehnten Schlaf zu versinken. Er hatte keine Sekunde daran verschwendet zu überlegen, ob die Straßen um diese Zeit sicher waren oder nicht und jetzt lief er durch die Nacht und stand einem vermummten Etwas quasi gegenüber.  Nachdem er sich ein Stück von der Nebenstraße entfernt hatte, wechselte Clyde die Seite und drehte sich um 180 Grad, damit er wieder in seine sichere und behagliche Wohnung zurück kam. Als er die Stelle passierte an der er, die seltsame Gestalt gesehen hatte, spähte er über die Straße, der Typ war verschwunden. >>Vielleicht hat er nur eine geraucht und ist schon wieder in eines der Häuser zurück gegangen.<<, sagte sich Clyde und setzte seinen Weg erleichtert fort. >>Auf was für abwegige Gedanken man doch in der Nacht allein auf der Straße so kommt.<<, dachte er und schüttelte den Kopf.

Nachdem er noch ein paar Schritte gelaufen war, packte Clyde eine kalte Hand an der Schulter. >>Verdammt, warum bin ich nur ausgerechnet heute Nacht raus gegangen?<<, fragte er sich in Gedanken. >>Hey, haben Sie mal Feuer?<<, fragte eine raue Stimme hinter ihm. Clyde fiel ein Stein vom Herzen, er drehte sich um und sagte: >>Leider nein. Ich rauche nicht.<< Vor ihm stand tatsächlich der vermummte, den er zuvor in der Gasse gesehen hatte. >>Ist ja auch ungesund, ich sollte auch damit aufhören, aber die Sucht hat mich bisher noch fest im Griff.<<, erwiderte der Mann und stieß ein heiseres Lachen aus. >>Nichts für ungut, ich hoffe, ich habe Sie nicht zu grob angepackt Mister.<<, sprach er weiter. >>Kein Problem. Noch eine schöne Nacht.<<, sagte Clyde und wollte seinen Weg fortsetzen, aber der Typ hielt ihn noch immer an der Schulter fest und verstärkte nun seinen Griff wieder. >>Lassen Sie mich los, ich sagte doch schon, dass ich kein Feuer habe. Was wollen Sie also noch?<<, sagte Clyde und versuchte das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken. >>Nichts, nur ein wenig von ihrem Lebenssaft.<<, flüsterte der Fremde. Mit einer schnellen Bewegung ,  nahm er den Schaal von seinem Mund, und rammte seine Zähne in den Hals von Clyde. Unfähig sich zu wehren oder einen Laut von sich zu geben sank Clyde auf den Gehweg. Seine Sicht verdunkelte sich und sein Puls dröhnte in seinen Ohren.  Er erwachte erst wieder, als er von einem hellen Licht geblendet wurde, ein Wagen fuhr die einsame Straße entlang und sorgte dafür, dass der vermummte von ihm abließ und sich in die schattigen Gassen zurück zog.  Jemand sprang aus dem Gefährt und rannte zu ihm. >>Alles ok bei Ihnen Mister?<<, fragte eine angenehme Stimme. >>Ich bin mir nicht ganz sicher.<<, antwortete Clyde.  >>Sie bluten am Hals, einen Moment, ich hole einen Verband aus meinem Erste-Hilfekasten.<<, sagte der Fahrer und rannte zu seinem Wagen, wenig später war er wieder neben Clyde und verband dessen Hals. >>Soll ich Sie in ein Krankenhaus bringen?<<, fragte der Mann. >>Nein, danke es geht schon wieder.<<, antwortete Clyde. >>Vielen Dank für Ihre Hilfe.<< >>Was bin ich Ihnen für den Verband schuldig?<< >>Vergessen Sie´s.<<, sagte der Fremde. >>Soll ich Sie wenigstens zuhause absetzen?<<, fragte er. >>Das wäre sehr freundlich von Ihnen. Ich Wohne Northstreet 22<<, sagte Clive. Der Autofahrer, packte den Verbandskasten ein und  half ihm auf die Beine, dann führte er Clive zu seinem Wagen und setzte ihn auf den Rücksitz. Die Sitze waren bequem und Clyde, dämmerte nach kurzem ein.

 Als er wieder erwachte, sah er neben sich den vermummten sitzen, zuerst dachte er es sei ein Traum, doch als sich dieser wieder auf ihn stürzte, wusste er, dass er in eine Falle getappt war, der Fahrer vorne beobachtete das Geschehen im Rückspiegel und Clyde meinte ihn grinsen zu sehen, bevor alles um ihn dunkel wurde.  

3.1.10 20:17


Gedankensplitter 15

Monty Montberger war ein kleiner Hüpfer, um genau zu sein ein kleiner grüner Grashüpfer. Er kam aus einer vornehmen Familie und trug immer einen schwarzen Spazierstock bei sich. An diesem sonnigen Morgen spazierte er durch das Gras und erfreute sich an der Sonne, die in feinen Strahlen auf seinen Rücken fiel und ihn wärmte. Monty Montberger, brauchte sich nicht um Geld oder Nahrung zu kümmern, da seine Eltern das für ihn taten, deshalb konnte er den Morgen mit Spaziergängen, den Nachmittag mit dösen in der Sonne und den Abend mit dem liegen auf einem bequemen Blatt und dabei den Klängen der Grillen lauschend zubringen.


Eines Abends, als er so auf einem Grashalm lag und dem Konzert zuhörte, wurde die Musik plötzlich unterbrochen, Monty öffnete seine Augen und sah sich um, die ganzen Grillen waren verschwunden und der Mond wurde von etwas verdunkelt, dann hörte er einen Laut „Uhu, Uhu“ Der Grashüpfer begann am ganzen Körper zu zittern. „Ich muss mich schnell verstecken!“, schoss es ihm durch den Kopf. Monty kletterte auf die Unterseite des Blattes und hielt den Atem an, nach ein paar Minuten, wagte er es und streckte den Kopf unter dem Blatt hervor, die Gefahr war vorbei, zum Glück hatte der Vogel ihn nicht bemerkt. Mit leicht zittrigen Beinen begab sich der Hüpfer zurück zu seiner Behausung.


Als Monty in seinem Bett lag, zitterte er noch und zog die Decke über seinen Kopf und drückte das Kissen auf seine Ohren um die Erinnerung an das Geräusch zu vergessen. Nach ein paar Stunden, in denen er sich unruhig herum gewälzt hatte, schlief er schließlich ein.


Am nächsten Tag blieb der Hüpfer in seinem Bett und wagte es erst wieder am Abend heraus zu kommen, als er das Konzert der Grillen hörte. Ganz vorsichtig schlich er sich zuerst zur Haustür und nachdem er 30 Minuten dort verbracht hatte und angestrengt in die Nacht gehört hatte, schlich er sich vorsichtig zu seinem Grashalm und lauschte dem Konzert, immer wieder den Himmel nach gefährlichen Fliegern absuchend. Heute blieb er ungestört und hüpfte spät in der Nacht beschwingt zurück zu seiner Behausung.

 

c M.L., J.F., A.C.

11.2.09 12:52


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